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Die Analdrüsen beim Hund
Jeder Hund hat jeweils zwei Analdrüsen, die durch einen kleinen Kanal mit dem After verbunden sind. Sie befinden sich etwas unterhalb des Hundeafters und produzieren diese Flüssigkeit mit dem ganz spezifischen Geruch des Hundes. Über diesen Geruch markiert der Hund sein Revier und kommuniziert mit seinen Artgenossen.
So hat jeder Hund seinen ganz charakteristischen Geruch im Kot und grenzt damit sein Territorium ab. Wenn der Kot des Vierbeiners z.B. aufgrund der Futterzusammenstellung nicht hart genug ist, kann es passieren, dass die Analdrüsen nicht richtig ausgedrückt werden. So kommt es häufig zu Problemen mit zu vollen Analdrüsen, in denen sich Bakterien vermehren und damit Entzündungen hervorrufen werden. Oft lecken und beißen sich dann die betroffenen Hunde in diesem Bereich heftig bis hin zur Blutung. Manchmal versucht der Hund durch reiben des Afters auf dem Boden (Schlittenfahren) seinen Juckreiz zu lindern.
Analdrüsen, die übervoll sind, können sich stark entzünden und zum Abszess führen. Dieser mit Eiter gefüllter Hohlraum kann platzen und das Eiter gelangt so in die Blutbahn. So ein Abszess ist sehr schmerzhaft für das Tier, auch können sich Fisteln bilden oder der Hund neigt zur Inkontinenz.
Im Normalfall hat die Analdrüse etwa Erbsengröße und ist schwer ertastbar, eine übervolle Drüse kann man hingegen gut ertasten. Das Ausdrücken der Analdrüse sollte der Tierarzt übernehmen. Kommt es allerdings regelmäßig zu gefüllten Analdrüsen, kann man sich die Vorgehensweise vom Tierarzt erklären lassen und im Notfall selbst Hand anlegen. Ist die gestaute Flüssigkeit in Analdrüsen allerdings sehr dickflüssig, ist die Entfernung nicht ganz einfach und könnte für den Hund ziemlich schmerzhaft werden.
Man sagt, speziell bei kleineren Rassen ist die Verstopfung der Analdrüsen ein häufig verbreitetes Problem, so ist die Entleerung bei manchen Hunden sogar alle 1 bis 2 Wochen notwendig. Da das zu entleerende Sekret sehr stark riecht, sollte man das Ausdrücken möglichst im Freien erledigen und das Gesicht nicht in Schussrichtung halten.