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Wie kam der Hund zum Menschen ?

Vor ca. 130 – 140 Tausend Jahren waren  die Menschen und die Wölfe Jäger, und lebten völlig unabhängig voneinander in verschiedenen sozialen Systemen. Ob sich der Wolf dem Menschen freiwillig anschloss oder ob der Mensch sich das Raubtier zu Nutze machte, ist nicht genau bekannt. Fest steht, dass sie letztlich zusammen fanden, denn vor ca. 20 Tausend Jahren entwickelte sich aus dem Wolf eine neue Art: der domestizierte Hund. Im Altertum züchteten dann einige Völker schon eine große Anzahl von verschiedenen Hunderassen.

 

Aus dem alten Ägypten zeugen heute noch Fresken mit stolzen und großen Jagdhunden mit aufrecht stehenden Ohren, die teilweise so verehrt wurden, dass man sie nach dem Tod sogar mumifizierte. Auch im Römischen Reich dienten die Tiere oft als Wachhunde und es wurde bereits damals eine

umfangreiche Hundezucht betrieben. Später im Mittelalter entstanden dann weitere Hunderassen, welche gezielt für die Jagd bestimmter Wildtiere gezüchtet wurden. So konnten sich bis ca. zum Jahr  1700 um die 20 verschiedene Hunderassen entwickeln, welche in allen Bevölkerungsschichten immer beliebter wurden.

 

 

Auf Grund der Industrialisierung im 19.Jahrhundert, zog es die Landbevölkerung in die Städte und  der beste Freund des Menschen zog natürlich mit. Mit der Zunahme des anonymen Lebens in der Stadt, wurde auch der Wunsch des Menschen nach Gesellschaft und Zuneigung größer und in der Hundezucht entstanden eine Vielzahl an Schoßhunderassen. Jetzt kam es nicht mehr auf die eigentliche Jagdfunktion des Hundes an, sondern es rückten Schönheit und Charakteristika in den Vordergrund, wenn man sich einen Hund anschaffte. Dieser Schönheitswahn des Menschen ging soweit, dass Hunde teilweise schreckliche Verstümmelungen an Ohren oder Ruten hinnehmen mussten. Heute gibt es wohl mehr als 400 verschiedene Hunderassen auf der Welt, sie sind Familienmitglied, Wachhund, Rettungshund, Herdenhund oder unterstützen alte und kranke Menschen, da sie mit ihren scharfen Sinnen Aufgaben übernehmen können, die der Mensch nicht bewältigt. Trotz der verschiedenen Rassen, Größen der Tiere und Charaktereigenschaften haben alle nach wie vor das Erbgut vom Wolf im Blut, nur sind sie nicht mehr so ängstlich wie der scheue Vorfahr Wolf.

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